10.10.2016

Ich versuche den Blog nun wieder etwas aktueller zu halten... Es waren etwas turbulente Zeiten.

Die neue Quali-Saison, diesmal für die Europameisterschaft in Norwegen und die Weltmeisterschaft in Holland, hat bereits begonnen.

Die erste, der beiden vergangenen Qualis ist uns leider etwas missraten. So gab es da keine Punkte für uns. Dafür lief es, auch mit etwas Glück, im zweiten Lauf deutlich

besser. Ianna entschied diese Quali für sich und sammelte Punkte.

Nächstes Wochenende steht die Schweizermeisterschaft vor der Tür, mal sehen wie es da klappt.

28.8.2016

Ein spezieller Tag... Leider hat mir bis jetzt die Zeit gefehlt um zu diesem Tag auch etwas würdiges zu schreiben...

Aber es kommt noch, versprochen!!!

27.8.16

Ianna’s freier Tag oder der Tag davor… 

Heute war Ianna’s Bruder an der Reihe. Mit Startnummer 62 und als 19 am Samstag gings los. Er hat seine Sache sehr gut gemacht, leider mit dem einen oder anderen kleinen Fehler drinn, einer nicht einfachen Schafgruppe und extrem stürmischen und windigem Wetter hat es leider nicht ganz zu einem Topergebnis gereicht. Die Schafe waren leider partout nicht zu überreden, in den Pferch zu laufen. Kaami hat aber sehr gut zugehört und die nötigen Korrekturen gut ausgeführt. Leider ist dann die Zeit abgelaufen! 

Aber, bravo kleiner Bruder… ;-)

 

26.8.2016

Was für ein Tag… wäre wohl die treffende Kurzzusammenfassung… Aber der Reihe nach… 

Der erste Trial Tag am CSC 2016. Wir hatten die Startnummer 42, als Zweitletzte. Ich hatte also genügend Zeit das Ganze etwas zu studieren… Was nicht immer nur praktisch ist. 

Dann endlich waren wir an der Reihe. Kurz vorher zeigten „die Grossen“ ihr Können. Serge van der Sweep oder auch Karin Mattson legten sehr schöne Läufe vor. 

 Für mich war klar, dass ich auf diesem Feld Ianna nur rechts in den Outrun schicken kann, ansonsten würde sie sich wohl verirren. Also rechts geschickt, sie ist schön bis zum Waldrand rausgelaufen und dann diesem entlang nach hinten zu den Schafen gelangt. Sie stoppte etwas früh, die Schafe waren ziemlich seitlich zum Pfosten versetzt, und bereits in Bewegung. Ianna hat mein Flankierkommando aber super angenommen und sich so sofort auf den richtigen Druckpunkt verschoben. Es benötigte ein weiteres „Rechts- Kommando“ von mir um die Schafe auf eine gerade Linie in Richtung Tor zu bringen. Ianna hat hier jedes Kommando ausgeführt, was mir ein sehr gutes Gefühl vermittelte. Meine Taktik war, die Schafe in einem zügigen, aber nicht hektischen Tempo, zu mir zu bringen, um ihnen so möglichst wenig Zeit zu geben um nach Fluchtwegen zu suchen. Dies ist uns sehr gut gelungen. Der Turn um mich herum war nicht wie im Bilderbuch, aber flüssig und ok. Dann weiter zum Treiben, meist nicht ganz unsere Paradedisziplin… Aber Ianna hat den Anhang sehr gut gefunden, kaum bei mir nachgefragt und die Kommandos sehr gut ausgeführt. So konnten wir trotz einem schnellen Tempo, welches die Schafe vorgaben, das erste Tor gut treffen, eine etwas weite Wendung, aber danach wieder eine schöne Quertreiblinie. Das zweite Tor, sehr schwer einzuschätzen und mit ziemlich viel Pokern verbunden. Wir haben dieses Tor ganz knapp verpasst. Ich habe mich allerdings auch entschieden nicht noch auf „Biegen und Brechen“ zu versuchen, wenigstens zwei Schafe durchzubringen und zu riskieren, dass Ianna mich da nicht hört und dann alle zurück durchs Tor schiebt. Also lieber dem Richter die Punkte schenken und die anderen mitnehmen… ;-) Pokern und Zocken auf dem Trialfeld…

Dann Shedding, zwei unmarkierte Schafe abtrennen, das Sortieren ist mir recht gut gelungen und Ianna konnte die gewollten Schafe gut shedden und unter Kontrolle bringen. 

Der Pferch war wohl das ganze Wochenende die heikelste Sache. Zu viel Druck, explodierte alles, zu wenig, sind alle nebendurch und bevor das Tor nicht auch wirklich geschlossen war, konnte man sich seiner Sache nicht sicher sein. Die Devise war, ruhig arbeiten, den Hund nur als Blockade brauchen oder im Notfall zum halten und sonst selber arbeiten und warten… unglaublicherweise habe ich diese Ruhe irgendwie gefunden und die Schafe liessen sich überreden in den Pferch  zu laufen. 

Zum Schluss noch das Singling. Mit einem guten Gefühl im Bauch gings vom Pferch zurück in den markierten Ring. Dort soll ein einzelnes markiertes Schaf abgetrennt werden. 

Wir habe die Gruppe in den Ring getrieben, ich schickte Ianna auf die gegenüberliegende Seite der Schafe um sie zu stoppen. Die Schafgruppe stand recht locker da, ein markiertes Schaf etwas neben der Gruppe, ziemlich am Rand des Ringes, und auch mit dem Kopf nicht ganz ideal zu den anderen Schafen fürs Singling. Aber es gibt eben Tage da passts einfach… Ich hab mir kurz überlegt die Gruppe zu vereinigen und zu sortieren. Hab mich dann aber für die freche Variante entschieden, was sogar den Fotograf überrumpelte, und trennte dieses markierte Schaf ab. Zum Glück hat Ianna meinen Plan perfekt und ohne zögern verstanden und hat sich der Sache dieses Schaf zu „singeln“ angenommen und super gemacht.  

Das war also der Lauf… Ein schönes Gefühl, auf dem Feld zu stehen und zu 100% mit dem Hund verbunden zu sein, und das Gefühl zu haben, dass man zusammen alles schafft… 

Die Prophezeiung der Teamkollegen war, dass es wohl reichen könnte für den Final… Ich konnte das nicht so recht einschätzen und freute mich einfach über unsere schöne Arbeit.

Dann Rangverkündigung und Bekanntgabe der Finalteilnehmer: Rang 8, Rang 7, Rang 6, da war für mich klar, es hat nicht gereicht, war aber total ok. Zwei Teamkollegen waren sich da ganz sicher, dass es gereicht hat, da sie meinen Lauf etwas mitgerichtet hatten und anhand der Punktzahlen beschlossen haben, dass es gereicht haben muss… Dieses Wissen hat man mir aber vorenthalten… ;-)

Also bin ich dagestanden und habe der Rangverkündigung zugeschaut, dann Platz 3 mit Startnummer 42, kurz überlegen ob ich fortytwo wirklich richtig verstanden habe und auch wirklich ich die 42 bin, zum Glück wurde dann noch mein Name ausgerufen, da war ich mir dann sicher, dass ich und Ianna das sein müssen… In einem Quali Lauf an einem Continental auf den 3 Rang zu laufen… UNFASSBAR… Sich das Treppchen mit Karin Mattson und Serge van der Sweep teilen… Doch ich gebe zu ein gutes Gefühl… 

 

Ich bin unglaublich stolz auf meine kleine Ianna!

Ich hätte mir es ja nicht erträumt und wir hatten im Vorfeld noch Sprüche gemacht über an meinem 30. Gebutstag im Final zu sein… Das war irgendwie so unrealistisch… Doch plötzlich war es so…

25.8.2016

Der erste Tag vom Continental. Morgens haben wir noch die Ruhe vor dem Sturm genossen und trotz dem schlechten Wetter haben wir einen ausgiebigen Spaziergang auf dem Camping gemacht. 

  

Auch eine kleine Fotosession durfte nicht fehlen:

    

... anschliessend gings noch ein letztes Mal zum Einkaufen. ;-)

... dann Tierarztkontrolle, Anmeldung und Briefing...

   

nun versuchen wir, oder vorallem ich, ruhig zu schlafen und morgen mit vollen Kräften zu Tate zu schreiten. 

Das Feld sollte Ianna vom Outrun her entgegekommen, hat es doch rechts eine Grenze wo sie bis nach hinten zu den Schafen entlang laufen kann... Dann hoffen wir, dass die finnischen Schafe etwas mitspielen, das Glück auf unserer Seite liegt, und dann mal sehen wie weit wir kommen. Die Qualität der Läufe wird wohl sehr auf einem hohen Niveau sein...